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VDP Bundesgeschäftsstelle wird zweiter Ankermieter im Weinlagergebäude


Jetzt ist es raus: Neben der New Identity AG haben die Stadtwerke Mainz einen weiteren Ankermieter für das Weinlagergebäude im Zollhafen gefunden: Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) wird ab Mai 2012 mit seiner Bundesgeschäftsstelle in das erste Stockwerk des denkmalgeschützten Backsteingebäudes auf der Südmole einziehen.
Stadtwerke Boss Höhne wertet die Ansiedlung der VDP-Bundesgeschäftsstelle als Bestätigung für das Konzept für das Weinlagergebäude: „Wir haben immer gesagt, dass es sich hier aufgrund der historischen Bausubstanz, der exponierten Lage am Wasser und des Vermarktungskonzeptes um eine einzigartige Immobilie handelt. Daher sind wir glücklich, dass wir dafür auch einzigartige Mieter gewinnen konnten.“

Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter wurde 1910 gegründet. Die VDP-Bundesgeschäftsstelle sitzt derzeit in Gau-Algesheim. Der Verband repräsentiert knapp 200 Weingüter aller deutschen Weinanbaugebiete. Diese Weingüter bewirtschaften etwa 5 Prozent der deutschen Rebflächen und erlösen mit knapp 290 Millionen Euro und 35 Millionen Flaschen gut 8 Prozent des gesamten Weinumsatzes in Deutschland.
Der VDP wird im ersten Geschoß rund 500 Quadratmeter Büro- und Gewerbefläche langfristig anmieten. Die oberen drei Etagen des Weinlagergebäudes sind bereits seit Herbst 2010 an den Internetdienstleister New Identity AG (NIDAD) langfristig vermietet.
VDP-Geschäftsführerin Eva Raps: „Für die Prädikatsweingüter hat der Umzug nach Mainz, in die Hauptstadt von Rheinland-Pfalz, auch ein wenig Symbolkraft. Wir stehen im Jahr 101 unseres Verbandes mit dem Renommee Deutscher Spitzenweine wieder dort, wo wir 1910 angefangen haben, als wir auf den besten Weinkarten der Welt zu Hause waren. Das soll sich nun auch in einer repräsentativen Geschäftsstelle niederschlagen. Für Mainz spricht zudem, dass es zentral inmitten der deutschen Weinregionen liegt, hier veranstalten wir unsere zentrale Fachmesse „Mainzer Weinbörse“ seit über 30 Jahren und als Spitzenverband des Deutschen Weines fühlen wir uns in der Deutschen „Wine Capital“ gut aufgehoben.“
Den Umzug des renommierten VDP nach Mainz werde zudem die Rolle der Landeshauptstadt im Netzwerk „Great Wine Capitals“ weiter stärken, ist Höhne überzeugt. Dabei komme dem Weinlagergebäude eine wichtige Rolle zu, so der Stadtwerke-Vorstand. Umso erfreulicher ist es, dass im Erdgeschoß des Gebäudes ein weiterer Höhepunkt für Weingenießer umgesetzt wird. Dort soll später die erste deutsche VDP-Vinothek ihre Pforten öffnen. Mit einem Betreiber für diese Vinothek werden derzeit Gespräche geführt.
Ob und in welchem Umfang in den übrigen freien Flächen im Weinlagergebäude darüber weitere Mieter und Nutzer aus dem Bereich Weinbau Einzug halten, ist noch nicht abschließend geklärt. Aktuell laufen für die vier Bereiche mit insgesamt etwa 800 Quadratmetern Gespräche mit Interessenten.