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Sabine Flegel als Vorsitzende des Dombauvereins wiedergewählt

Foto: Agentur Bonewitz

Kontinuität und Staffelwechsel prägten die jüngste Mitgliederversammlung des Dombauvereins Mainz e.V., die im Ketteler Saal des Erbacher Hofs vor rund 100 Mitgliedern stattfand. Einstimmig wiedergewählt wurden neben der Vorsitzenden Sabine Flegel sowohl Karl Josef Wirges als ihr Stellvertreter und Michael Bonewitz als Schriftführer als auch die drei Beisitzer Andreas Horn, Stephan Kern und Peter Krawietz. Neu im Vorstand sind Simone Schelberg, Domdekan Priesel und Dompfarrer Winter.

Einen Staffelwechsel gab es im Amt des Schatzmeisters, da Theo Stauder, der seit 2009 im Vorstand des Dombauverein aktiv ist, schon im Vorfeld angekündigt hatte, dass er nicht mehr kandidieren wird: „Die Entscheidung ist mir wirklich nicht leichtgefallen,“ ergänzte er, „denn im Dombauverein zu arbeiten, war mir immer eine Herzensangelegenheit.“ Auch die Vorsitzende Sabine Flegel blickte mit Wehmut auf die gemeinsame Vorstandsarbeit zurück: „Es waren zwölf wunderbare Jahre und wir werden dich sehr vermissen, du warst stets ein akribischer Arbeiter mit 100 Prozent Sachverstand, Herzblut und Loyalität. Und du hast, wie wir in Mainz sagen, die Penning zusammengehalten“. Als Abschiedsgeschenk überreichte ihm Sabine Flegel im Namen des Vorstands eine Patenschaftsurkunde für die Prospektpfeife der neuen Domorgel 4005 am Marienaltar.

Zum Abschluss seiner Vorstandstätigkeit präsentierte Stauder „eine hervorragende Vermögens- und Ertragslage“, so beliefen sich die Einnahmen des Dombauvereins im Jahr 2021 auf 144.000 Euro bei einem Gesamtvermögen von 2,7 Millionen Euro. Insgesamt hat der Dombauverein seit Gründung über 3 Millionen Euro zur Erhaltung und Sanierung in den Dom investiert.

Als Nachfolgerin wurde Simone Schelberg einstimmig zur neuen Schatzmeisterin des Dombauvereins gewählt, die mit Vorfreude ihr Amt antritt und die es als große Ehre bezeichnete für den Erhalt des Doms mitarbeiten zu dürfen. Simone Schelberg war zuletzt Landessenderdirektorin für die Programme des Südwestrundfunks (SWR) Rheinland-Pfalz und ist künftig als Juristin mit Schwerpunkt Medienrecht tätig.

Mit großem und dankbarem Applaus der Mitglieder wurde auch der bisherige Domdekan Heinz Heckwolf in den Ruhestand verabschiedet. „Er war ein außergewöhnlicher Domdekan, der auch mal gerne einen Bauhelm trug und im, um und auf dem Dom buchstäblich zuhause war und wenn es sein musste, auch unter dem Dom“, ehrte ihn die Vorsitzende Flegel, die dem Gründungsmitglied des Dombauvereins als Geschenk eine Patenschaftsurkunde für die Prospektpfeife der neuen Domorgel 4012 am Marienaltar überreichte.

Nachfolger im Amt ist der neue Domdekan Henning Priesel, der die Gelegenheit nutzte, auf anschauliche und unterhaltsame Weise die jüngsten Sanierungsprojekte rund um den Dom vorzustellen. So wird gerade die Martinsfigur am Dom restauriert und auch das Jahrhundertprojekt der neuen Domorgel geht in eine entscheidende Phase: „Ich freue mich, dass unser Bischof Peter Kohlgraf die neue Orgel am 21. August weihen und dass unser Domorganist Daniel Beckmann sie mit einem Konzert einspielen wird“.

Weitere Projekte sind Sanierungen an der Westkrypta, dem Grablege der Mainzer Bischöfe, aber auch im Kreuzgang, wo es eine neues Beleuchtungskonzept, eine neue Eingangssituation und effektive Maßnahmen mit einem Schutznetz zur Abwehr der Tauben geben wird, die vor allem durch ihren Taubenkot den empfindlichen Sandstein nachhaltig schädigen.

Priesel wurde von den Mitgliedern herzlich aufgenommen und bedankte sich für die „großartige Unterstützung, die wir mehr denn je brauchen. Es ist ein Segen, dass es den Dombauverein gibt.“

Erstmals konnte sich auch der neue Dompfarrer Thomas Winter den Mitgliedern vorstellen, der Anfang 2021 die Nachfolge von Franz-Rudolf Weinert antrat, der auch weiterhin beratend im Vorstand des Dombauvereins aktiv sein wird.

Einen Wechsel gab es schließlich auch bei den langjährig aktiven Rechnungsprüfern Hans Günter Mann und Wilfried Mönch, die nun ihre Tätigkeit den frisch gewählten neuen Rechnungsprüfern Thorsten Mühl und Bert Christmann übergaben.

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