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Premiere: „Ekel Afred“ ab 14. März in den Kammerspielen

„Ekel Alfred“, bekannt aus „Ein Herz und eine Seele“, kommt als Schauspiel in die Mainzer Kammerspiele. Damals, in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, als die junge Bundesrepublik gerade begann, sich vom Mief der Nachkriegszeit zu befreien und mehr Demokratie zu wagen, preschte er wie eine Naturgewalt mitten hinein ins deutsche Wohnzimmer: Alfred Tetzlaff, das Ekel der Nation. 

Nichts und niemand ist vor Alfreds brachialen Schimpftiraden sicher. Seine Frau, die „dusselige Kuh“ solle sich am besten nicht vom Herd wegbewegen, „Spaghettis“, „Neger“ und all die anderen „Bombenleger“ aber schleunigst dahin zurück, wo sie herkamen. Und die da oben, die machen ja ohnehin nur was sie wollen. Überhaupt: Früher war ja sowieso alles besser. „Ein Herz und eine Seele“ hat als eine der erfolgreichsten deutschen Satiresendungen Fernsehgeschichte geschrieben. Alfred ist Kult und gehört zu Silvester wie „Dinner for One“, Bleigießen und … Punsch. „Man freut sich nicht über Alfred, weil man so sein will wie er, sondern weil man denkt, dass Müllers von nebenan wie Alfred sind“ hat sein Erfinder Wolfgang Menge einmal gesagt.
Bleibt die Frage: Wieviel Gestern findet sich noch im Heute?

Beginn jeweils um 20 Uhr

Tickets im VVK für 20€, AK 23€

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