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Oper: Antikrist – ab dem 3. Juni im Staatstheater Mainz

Gottlos und lärmend ist die Welt, materielle und egoistische Motive leiten die Menschen. Angesichts dieses Zustands treffen Gott und Luzifer eine Entscheidung: Der Antichrist soll aus der Tiefe heraufsteigen und für eine Weile in der Welt wirken. Das Staatstheater zeigt eine ungewöhnliche Oper aus der Feder des dänischen Komponisten Rued Langgaard voller Symbole und Anspielungen der biblischen Apokalypse. 

Der Antichrist erscheint in verschiedener Gestalt – als Hochmut, lüsternes Tier, Lüge oder Hass – und treibt die Menschen in einen Streit aller gegen alle. Als die Sterne vom Himmel fallen und die Welt am Boden liegt, ist der Moment Gottes gekommen. Er vernichtet seinen teuflischen Gehilfen und propagiert als Rettung den Glauben an das Göttliche.
Ausgehend von der biblischen Apokalypse hat der Rued Langgaard ein faszinierendes Werk geschaffen. Es beeindruckt durch ein assoziativ gestaltetes Libretto mit allegorischen Figuren. In seiner Partitur verbindet Langgaard spätromantische Opulenz mit dem Detailreichtum eines Hindemith oder Schönberg zu einem persönlichen Stil voller dramatischer Intensität.

In deutscher Sprache mit Übertiteln. Weiter Termine: 10., 12. und 19 Juni.

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