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OB Ebling unterstützt “schon schön” und stellt Zukunft der MAG in Frage

mainz lokales / Allianz Haus Foto: Sascha Kopp
Aus der Allgemeinen Zeitung von Monika Nellessen

Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) stellt die Zukunft der Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG) in Frage. „Ich bezweifele, ob wir überhaupt noch eine Projektentwicklungsgesellschaft mit städtischer Beteiligung brauchen“, sagte Ebling am Rande des SPD-Unterbezirksparteitags am Wochenende der AZ.Das europäische Beihilferecht setze einer Projektförderung durch die öffentliche Hand enge Grenzen. Doch nicht nur deshalb seien MAG-Projekte wie einst der Bau von Hilton und Hyatt heute nicht mehr denkbar. Für die städtische Grundstücksvermarktung gebe es die Grundstücksverwaltungsgesellschaft (GVG), für Wohnungsbau die Wohnbau, so Ebling weiter. Daher bleibe für eine sinnvolle Betätigung der MAG als städtische Beteiligung kaum noch Raum. 

Er wolle das Thema im Rahmen der Weiterentwicklung der Zentralen Beteiligungsgesellschaft Mainz (ZBM) als Dach aller Beteiligungen auf die Tagesordnung bringen. „Es besteht ja kein Grund zur Eile, aber auch die jüngsten Vorkommnisse zeigen, dass die Notwendigkeit einer Klärung besteht.“ Damit bezog er sich auf das schlagzeilenträchtige Vorgehen der MAG-Geschäftsführung gegen den Klubbesitzer Norbert Schön, Untermieter im Allianzhaus, das der MAG gehört.

„Elefant im Porzellanladen“

Ihm und den Hauptmietern der Räumlichkeiten im Erdgeschoss hatten die MAG-Chefs Martin Dörnemann und Christian von der Lühe mangelhaften Brandschutz vorgeworfen und zugleich ein Ultimatum zur Beseitigung der Mängel gestellt. Auf dem Parteitag geißelte Ebling das Verhalten der MAG-Geschäftsführer: „Das geht nicht. Das geht bei keinem. Am wenigsten geht es bei einer Gesellschaft, die Mainzer Aufbaugesellschaft heißt.“

Die Stadt werde den Klub „Schon Schön“ nicht aus dem Allianzhaus „vertreiben“, stellte der OB unter Applaus der rund 90 Delegierten klar. Die MAG habe sich dem Klubbetreiber gegenüber wie der „Elefant im Porzellanladen“ verhalten, sagte Ebling wörtlich. „Wo Stadt drinsteht, muss man sich auch wie Stadt benehmen“, so der OB. Dies gelte erst recht gegenüber einem Klub, der in der Studentenstadt Mainz eine beliebte Anlaufstelle sei.