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Köpfe der Zwanziger Jahre – Ausstellung im Landesmuseum ab 3. Dezember

Was haben das Mathegenie Albert Einstein, der Psychologe Sigmund Freud, der Schriftsteller Thomas Mann und der Komponist Richard Strauss gemeinsam? In jedem Fall zählen sie zu den berühmtesten Köpfen aus Kultur und Wissenschaft der vergangenen beiden Jahrhunderte. Für eine weitere Gemeinsamkeit sorgt nun das Landesmuseum: In der Studio-Ausstellung „Köpfe der Zwanziger Jahre“ sind diese Persönlichkeiten zusammen mit weiteren berühmten Künstlern, Wissenschaftlern und Schriftstellern vertreten. 24 Porträts aus dem Bestand der Grafischen Sammlung.
Die Werke stammen aus drei Mappen, die zwischen 1920 und 1922 im Leipziger Verlag von Friedrich Dehne erschienen sind. Zu den Künstlern, die die Gesichter ihrer Zeitgenossen zu Papier brachten, zählen unter anderem Hermann Struck, der Mainzer Peter von Halm, ein anderer Altmeister der Radierung, oder damals jüngere Künstler wie Hans Meid und Ludwig Meidner. Ivo Hauptmann, der Sohn von Gerhart Hauptmann, zeigte, wie er seinen Vater sah, der Expressionist Ludwig Meidner setzte den seinerzeit hoch geschätzten Dichter Theodor Däubler ins Bild. In der Ausstellung werden zudem Porträts von Max Slevogt, Käthe Kollwitz oder Max Liebermann Selbstporträts dieser Künstler gegenüber gestellt.

Alle Blätter sind handwerkliche Meisterwerke der Radierung. Sie belegen die große stilistische Bandbreite der deutschen Kunst zu Beginn der 1920er Jahre. Die Dargestellten sind Geistesgrößen, die meist schon im Kaiserreich zu hohem Ansehen gelangt waren, und auch in der jungen Weimarer Republik weite Bereiche des kulturellen Lebens prägten – und meist bis heute in unserem Bewusstsein präsent sind.

Den Auftakt zu der Studio-Ausstellung „Köpfe der Zwanziger Jahre“ bildet eine Führung am Dienstag, 3. Dezember, um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Foto:
Willi Geiger: Heinrich Mann, 1921, Radierung© GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)

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