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Hotels und Gaststätten in Mainz verzeichnen dramatischen Personal-Schwund

Im Zuge der Pandemie haben Hotels und Gaststätten in Mainz einen erheblichen Teil ihres Personals verloren. Innerhalb des vergangenen Jahres hat jeder 4. Beschäftigte in der Stadt den Job als Koch, Hotelangestellte oder Servicekraft aufgegeben. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter Verweis auf neueste Zahlen der Arbeitsagentur mit. „Viele Menschen freuen sich, nach langen Entbehrungen endlich wieder essen zu gehen oder zu reisen. Aber ausgerechnet in der Sommersaison fehlt einem Großteil der Betriebe das Personal, um die Gäste bewirten zu können“, sagt Guido Noll von der NGG-Region Darmstadt und Mainz. Verantwortlich für das Problem seien die Einkommenseinbußen durch die Kurzarbeit, die Hotel- und Gastro-Beschäftigte dazu gezwungen hätten, sich beruflich umzuorientieren. Auch das Fehlen von Studenten in Mainz aufgrund der geschlossenen Hochschulen bzw. online-Lehre schlägt im Service-, aber auch im Wohnungsmarkt zu Buche. Viele Probleme seien jedoch hausgemacht und hätten schon vor Corona bestanden – etwa die geringe Bezahlung und ungeregelte Arbeitszeiten. In ganz Rheinland-Pfalz haben binnen zwölf Monaten 13.500 Hotel- und Gastro-Mitarbeiter ihren Job gewechselt (jeder 6. Arbeitnehmer).

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