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Gutenberg-Museum dümpelt vor sich hin – Öffentliche Beteiligung am 26. September

Die Pannen um das Gutenberg-Museum reißen nicht ab. Zum einen soll kürzlich festgestellt worden sein, dass das Gebäude nicht mehr sanierungsfähig sei. Zum anderen wies der Bund Gespräche zur Mit-Finanzierung zurück: Mainz müsse erst einmal ein schlüssiges Konzept vorlegen, dann könne man evtl. weitersehen. Das leitet natürlich Wasser auf die Mühlen all derjenigen, die gegen den Bau des Bibel-Turms Erweiterungsbaus protestiert haben. Nicht wenige fragen sich, warum es Museums-Chefin Annette Ludwig überhaupt noch in Mainz hält. Der Witz vom Weltmuseum der Druckkunst ist ein oft gehörter Gassenhauer.
Das Aus für den Standort am Liebfrauenplatz bedeuteten die Neuigkeiten aber in keinem Fall. Die Sanierung werde weiter auf ihre Realisierbarkeit hin geprüft, wie neue Standort-Varianten des Museums, etwa auf dem Gelände des Allianz-Hauses oder am Kurfürstlichen Schloss. Eine Sanierung sei ebenso eine Option wie ein Abriss und dortiger Neubau. Wenn die Wahl der Planungsgruppe auf den alten Standort falle, werde man dort Lösungen finden, so Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse (SPD).
Der erste öffentliche Termin der Gutenberg-Museum Arbeitswerkstatt wird am 26. September 17.30 Uhr im Museum stattfinden. Neben einer Präsentation des baulichen Zustands werden an diesem Abend die 20 vom Arbeitskreis und der Verwaltung geprüften Standortvorschläge gezeigt. Um Voranmeldung wird bis zum 16. September gebeten: arbeitswerkstatt-gutenberg@stadt.mainz.de. Am Samstag, 19. Oktober soll zudem eine Exkursion nach Frankfurt stattfinden, um dortige Museumsbauten zu besichtigen. Und die Arbeitsgruppe intensiviert nun doch nochmal das Thema finanzielle Trägerschaft.

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