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Brückenneubau über Saarstraße am Kisselberg – Start 4. Mai

Die neue bogenförmige Brücke am Kisselberg soll dem westlichen Stadteingang der Landeshauptstadt durch seine spezielle Form und Gestaltung Rechnung tragen. Es entsteht ein Tor nach Mainz, welches die Besucher der Stadt bereits am Eingang willkommen heißen wird. Das Brückenbauwerk folgt einem landschaftsarchitektonischen Lösungsansatz bestehend aus zwei begrünten Hügeln, welche die notwendigen Treppen und Rampen zur barrierefreien Querung der Saarstraße aufnehmen. Ein spezielles Lichtkonzept, sorgt für die nötige Sicherheit.

Die Brücke für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende verbindet das Hochschulareal und  Uni-Erweiterungsgelände sowie die Opel-Arena mit dem Dienstleistungsbereich Kisselberg. Alle fußläufigen Verbindungen zu den Studierendenwohnheimen oder auch zum Stadion sind barrierefrei möglich und die Nutzerinnen und Nutzer werden sicher über die Saarstraße geführt. Das gesamte Quartier mit Hochschule, Stadion und Dienstleistungssektor erfährt eine spürbare funktionale Aufwertung.

Im Vorfeld werden links und rechts der Saarstraße die Widerlagerwände der Brücke hergestellt. Die Ausführung erfolgt in Stahlbeton. Um die Saarstraße mit ca. 4,50 m, zu überqueren, werden beidseitig, hinter den hergestellten Widerlagerwänden, Rampenhügel aus Erde modelliert. Diese beidseitig vorgelagerten Brückenköpfe erhalten Treppenanlagen und Wege. Die Haupttreppen führen direkt in Verlängerung der Brückenachse in Richtung der weiterführenden Wege. Des Weiteren werden Treppen jeweils parallel zur Saarstraße hinab führen, um auf direktem Weg die Haltestellen an der Saarstraße zu erreichen. Die Brücke selbst wird aus Stahl hergestellt.

Der Baubeginn dieser Maßnahme ist für den 4. Mai 2020 geplant. Zu den anstehenden Arbeiten: Im Vorfeld müssen im Baufeld Leitungen verlegt werden. Beidseitig der Saarstraße wird das Baufeld geräumt und ein Planum hergestellt. Die sich anschließende Gründungen der Widerlagerwände erfolgt zum Teil über Bohrpfähle. Nach Fertigstellung der Fundamentarbeiten werden die Widerlagerwände und Stützwände ausgeführt. Die meisten Arbeiten werden in zeitlicher Abfolge jeweils nacheinander auf der linken oder rechten Seite der Saarstraße durchgeführt. Arbeiten, die kein ständiges Wechseln der Seite benötigen, werden parallel durchgeführt. Ziel ist es, die Saarstraße, als Hauptzufahrtsstraße, grundsätzlich nicht zu sperren.

Mit der Fertigstellung der Erdarbeiten und der Herstellung der Brückenauflager wird zum Spätherbst/Winter 2020 gerechnet. Wenn dieser Stand erreicht ist, wird der eigentliche Brückenüberbau als Stahlfertigteil realisiert. Es ist beabsichtigt, dann für ca. vier Tage die Saarstraße voll zu sperren und den Brückenhauptteil auf die Widerlager aufzuheben. Durch Einbeziehung eines Wochenendes soll hier die Beeinträchtigung der Verkehrsfunktionen so gering wie möglich gehalten werden.

Nach dem Einhub des Brückenüberbaus wird der Rest der Bauzeit benötigt, um alle Treppenanlagen herzustellen und die barrierefreien Wege in Asphalt umzusetzen. Auch werden ab diesem Zeitpunkt die Geländer montiert.

Da diese Fertigstellungsarbeiten im Frühjahr vorgesehen sind, ist beabsichtigt, die Neupflanzungen und Landschaftsbauarbeiten parallel durchzuführen und auch abzuschließen.

„Die neue Brücke am Kisselberg durchbricht die Barriere, die die Saarstraße seit vielen Jahrzehnten in diesem Bereich unserer Stadt bildet. Sie ist ein wichtiger Baustein in der Förderung des Umweltverbundes aus Fuß, Rad und ÖPNV. Mit dem Baustart der Brücke am 4. Mai 2020 erfüllt sich für viele Menschen ein lange gehegter Wunsch“, erklärt Verkehrsdezernentin Katrin Eder. „Die Beschäftigten des Kisselberg-Gebiets, der künftige Schulstandort sowie die Ansiedlungen im Hochschulerweiterungsgebiet werden so an das äußerst dichte ÖPNV-Angebot entlang der Saarstraße optimal angebunden. Radfahrende und Zufußgehende können bequem und barrierefrei queren und erhalten so völlig neue und direktere Wegeverbindungen. Gerade in den aktuell schwierigen Zeiten ist der Baustart ein wichtiges Zeichen, dass es in der zukunftsfähigen Entwicklung einer ökologischen Stadtentwicklung weitergeht. Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verkehrsverwaltung, dass sie den jetzigen Baustart trotz der aktuell widrigen Umstände möglich machen.“

Zahlen/Fakten/Daten:

Bauwerk:                    Stahlfertigteil auf Stahlbetonwiderlagern

Spannweite ca. 37,50 m; Höhe ca. 4,50 m

Länge der Stützwand ca. 45 m; Höhe ca. 4,90 m

Gewicht des Brückenträgers ca. 50 t (Stahlbau)

Ortbeton ca. 500 m³

Betonstahl ca. 63 t

Erdbau:                       Beidseitige Rampenhügel

Erdmassen ca. 16.000 m³

Verkehrswege:           Breite des Hauptweges 4 m

Asphaltwege zur barrierefreien Überwindung der Rampenhügel 2.500 m², Breite 2,50 m

Baubeginn:                 04.05.2020

Bauzeit:                       60 Wochen

Baukosten:                  Brückenbau:               ca. 1.180.000,00 €

Verkehrswegebau:     ca. 1.561.000,00 €

Leitungsbau                ca.    230.000,00 €

Beleuchtung               ca.    250.000,00 €

Förderung:                  Das Projekt wird durch das Land mit 75 % gefördert.

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