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1200-Meter-Rekordbibel kommt ins Gutenberg-Museum

Einmaliges und Rekordverdächtiges gibt es so manches im Gutenberg-Museum, die Gutenberg-Bibeln, aber auch das „kleinste Buch“ oder etwa die „Nano-Bibel“. Zur weiteren Attraktion wird nun sicher das – laut Guinness-World-Records – offiziell längste Leporello der Welt mit 3.333 Bildern, die das komplette Alte und Neue Testament wiedergeben, geschaffen von Willy Wiedmann (1929 – 2013) in Stuttgart. Martin Wiedmann, Sohn des Künstlers, entdeckte das knapp 1,2 km lange Leporello nach dem Tod des Vaters und erfüllte dessen Herzenswunsch, das Werk weltweit öffentlich zu machen.

Im Gutenberg-Museum ist die Biel zunächst bis Mitte März zusammen mit einem interaktiven Erlebnisterminal ausgestellt. Danach wird sie in die Kabinett-Ausstellung „Unsere Schönsten … Bilder-Bibeln“ integriert, die  bis Ende 2019 zu sehen sein wird.

Zur Wiedmann Bibel:
Die ART-Edition ist die limitierte Ausgabe der Originalbibel in Buchform. Sie ist in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bibelgesellschaft und dem renommierten Fotografen und Gestalter Manfred Rieker entstanden. Die Ausgabe enthält die kompletten Bilder des Original-Leporellos und wird ergänzt durch eine Biografie des Künstlers, Kommentare und verschiedene Bibelverse aus der revidierten Lutherbibel von 2017. Die Ausgabe in Gold ist auf 333 Exemplare limitiert, eine rote und schwarze Edition auf 3.000: Insgesamt also 3333, was an die Anzahl der Bilder angelehnt ist.
Die Bayerische Staatsbibliothek in München, die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar und das Bibelmuseum bibliorama in Stuttgart haben bereits je ein Exemplar in ihre Bestände aufnehmen können. Auch im Museum of the Bible in Washington D.C. (USA), dem größten Bibelmuseum der Welt, ist die Wiedmann Bibel gerade angekommen und zieht die Besucher in Scharen an.

Der vielseitig begabte Willy Wiedmann arbeitete 16 Jahre (1984-2000) an dem Kunstwerk. Er malte im Stil der Polykonmalerei, den er in den 1960er Jahren entwickelt hatte. Weil die Drucktechnik damals noch nicht so weit fortgeschritten war, konnte Wiedmann sein Werk bisher nicht veröffentlichen.

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