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WhatsApp und Facebook Datenaustausch – bis 25. September letzte Chance zum Widerspruch

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Bei der Übernahme von WhatsApp im Jahr 2014 wurde von Facebook beteuert, dass beide Unternehmen unabhängig bleiben und die jeweiligen Datenbestände getrennt würden. Entsprechend groß war der Aufschrei weltweit, als Facebook Ende August dieses Jahres ankündigte, die beiden Firmen eng miteinander verbinden zu wollen. Erstmals seit der Übernahme durch Facebook wurden die AGB von WhatsApp dahingehend geändert, dass WhatsApp künftig regelmäßig Daten von Nutzern an Facebook weitergibt. Mit der Anerkennung der Nutzungsbedingungen stimmen die Anwender der Weitergabe ihrer Telefonnummer und weiterer Daten an Facebook für Werbezwecke zu. Den ca. 30 Mio. Nutzern in Deutschland bleibt nur noch bis zum 25. September Zeit, ihre Entscheidungsfreiheit mit dem Ziel einer Beschränkung der Datennutzung auszuüben.
“Wenn Sie WhatsApp weiter gebrauchen möchten, dann sollten Sie zumindest der Verwendung Ihrer Daten im Rahmen von Facebook-Werbung widersprechen”, empfiehlt der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz (LfDI), Prof. Dr. Dieter Kugelmann. Doch selbst im Falle des Widerspruchs werden die Telefonnummern von WhatsApp-Nutzern an Facebook weitergegeben und dazu auch Angaben, wie häufig der Kurzmitteilungsdienst genutzt wird.

Den Anwendern rät Kugelmann daher, umgehend ihre Datenschutzeinstellungen zu prüfen und einer Nutzung ihrer Daten für Facebook- Werbung zu widersprechen. Dazu geht man in die Einstellungen von WhatsApp unter “Account” und entfernt das Häkchen oder verschiebt den Regler bei “Meine Account-Info teilen”.

Kugelmann resümiert: “Die Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei WhatsApp im Frühjahr 2016 war aus Sicht des Datenschutzes ein kurzer Lichtblick in einem ansonsten düsteren Szenario. Wer möchte, dass seine Daten nicht an Facebook fließen, der sollte dringend den Anbieter wechseln. Ohnehin ist WhatsApp aus Datenschutzsicht problematisch, da regelmäßig Daten aller Kontakte in den Smartphone-Adressbüchern der Nutzerinnen und Nutzer ausgelesen werden, einschließlich der Daten von Personen, die in keinerlei Beziehung zu WhatsApp stehen und keine Einwilligung zu einer solchen Weitergabe ihrer Daten erteilt haben.”

Wichtige Informationen über WhatsApp und von Fachleuten empfohlene Alternativen finden Sie hier:
http://www.youngdata.de/whatsapp-skype-co/whatsapp/