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3 x Klingeln – von und mit Christiane Schauder und Günter Minas (27.-29. September)

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von Anna Janina Zepter, Foto: Roman Knie

Wenn es in der Mainzer Neustadt und im Bleichenviertel an Dutzenden Wohnungen dreimal klingelt und Hunderte Mainzer durch fremde Wohnungen spazieren, dann findet nicht etwa eine Massen-Wohnungsbesichtigung statt – sondern das Kunst-Wochenende „Drei Mal Klingeln“ (27. bis 29. September). Ins Leben gerufen haben die Veranstaltung Christiane Schauder und Günter Minas – unser schönes Paar im September, dessen Leben sich um Kunst, Gesellschaft und Menschen dreht.
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Zweitstelle: Ausstellung ab 9. September

Foto: Minas

Vor 100 Jahren wurde in den USA die Frauenorganisation Soroptimist International gegründet (von lateinisch sorores optimae „die besten Schwestern“), die es heute in 118 Ländern gibt und die sich die Förderung von Frauen und ihren Rechten zum Ziel gesetzt hat. Allein in Deutschland sind 200 Clubs aktiv. Aus diesem Anlass haben die beiden Künstlerinnen und Clubmitglieder Sofi Zezmer und Christiane Schauder eine Ausstellung mit zehn Kolleginnen kuratiert. Mit dabei sind: Gertraud Hasselbach, Margarete Lindau, Monika Linhard, Ricarda Peters, Cornelia Rößler, Sandra Heinz, Dorothea Kirsch, Birgit Luxenburger, Katja Theinkom und Silvia Willkens. Die Hälfte des Verkaufserlöses fließt dem Filmpreis SISTAR zu, mit dem alle zwei Jahre auf der Berlinale Regisseurinnen aus dem deutschsprachigen Raum ausgezeichnet werden und der von rheinland-pfälzischen und weiteren SI-Clubs getragen wird.

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Erinnerungen an die Zukunft: Die SchUM-Städte Mainz, Worms und Speyer sind UNESCO-Welterbe

„Frau Bruna“ (alias Nathalie Hack) während des Theaterspaziergangs „Nebenan“

Ein verschlossenes Gittertor „Ausfahrt freihalten“, „Betreten des Friedhofs auf eigene Gefahr“. Und am Drahtzaun daneben prangt ein Banner in Lila „Wir sind UNESCO-Welterbe“. Hinter uns rauscht der Verkehr über die Mombacher Straße. Nicht gerade ein Ort der Stille. Und was heißt eigentlich „wir“? Wie damals etwa, als BILD titelte „Wir sind Papst“?

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Neues Artist-in-Residence-Programm für Mainz / Worms / Speyer

Die SchUM-Städte Mainz, Speyer und Worms starten ein gemeinsames Artist-in-Residence-Programm, das internationale Kunstschaffende und Kreative aus verschiedenen Disziplinen anregen soll, mehrere Wochen in den drei SchUM-Städten zu verbringen, zu leben und künstlerisch zu arbeiten. Angeboten werden die Stipendien zur Realisierung eines Vorhabens, das sich mit der Geschichte der SchUM-Gemeinden und ihrem religiösen, kulturellen und architektonischen Erbe kreativ auseinandersetzt und dadurch etwas Neues, Eigenes schafft. Bewerbungen sind ab jetzt möglich: www.mainz.de/artist-in-residence (mehr …)

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Heimkehr eines Kunstwerks – Arp Großplastik im Zollhafen

Vor 10 Jahren wurde sie dem Arp-Museum Rolandseck ausgeliehen, jetzt kehrte sie nach Mainz zurück, die Großplastik „Schlüssel des Stundenschlägers“ von Hans Arp. Aus Bronze ist sie, 800 kg schwer und 420 cm hoch. 1974 war sie der Stadt vom Land Rheinland-Pfalz zur Einweihung des neuen Rathauses geschenkt worden. Und auf dem Rathausplateau („Jockel-Fuchs-Platz“) wird sie wieder ihren ursprünglichen Standort finden, wenn das Rathaus fertig saniert ist.

Jetzt aber steht die organisch schwingende Form, ein vergrößerter Nachguss eines Entwurfs von 1962, erst einmal an der Spitze der Südmole im Mainzer Zollhafen, weithin sichtbar von der Rheinpromenade, der Nordmole, den Rheinschiffen und sogar von der Goethestraße aus. Sie setzt damit einen deutlichen künstlerischen Akzent im neuen, wachsenden Wohnviertel und erinnert fast an das gerade entstehende „PANDION DOXX“: (mehr …)

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Zweitstelle Ausstellung: Interaktive Klanginstallationen von Anahita Ghasemi Nasab

Christiane Schauders temporäre Galerie ZWEITSTELLE bleibt auch in Coronazeiten Showroom für innovative Kunst. Das ehemalige Ladengeschäft in der Fuststraße 2 neben der „LU“, beherbergt nach Videokunst, Malerei, Fotografie und Papierplastiken jetzt Installationen, die man nicht nur sehen, sondern auch hören und fühlen kann. In Zusammenarbeit mit der Klasse Klangkunst von Prof. Peter Kiefer an der Musikhochschule werden Arbeiten gezeigt, die auch von der Straße aus erlebbar sind, dank der großen Schaufenster und intelligenter Technik.
Den Anfang macht die iranische Künstlerin Anahita Ghasemi Nasab mit der Ausstellung “Jurwajur” (deutsch: „Vermischt“). Sie präsentiert multimediale Arbeiten von Foto- und Videoperformances über Text und Stimmen aus dem Wasser bis hin zu weißen Leinwänden, die mit versteckten Klängen gefüllt sind. Anahita Ghasemi Nasab lädt die Besucher in ihren persönlichen Raum ein, um durch physische Interaktion Teil des Werkes zu werden: Mittwoch und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr läuft die Bild-Ton-Installation „Face Parts“ (siehe: https://www.youtube.com/watch?v=7o43lZ3VGpg) und Freitag und Samstag zwischen 14 und 18 Uhr empfängt die Künstlerin einzelne Besucher, die Klänge auf neue Art fühlen wollen (Voranmeldung unter 0151-66215370 oder anahita.ghasemi.nasab@gmail.com).

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Zum Gedenken an Hölderlin: Marathon-Lesung am 28. November

Auch Mainz feiert den 250sten Geburtstag von Friedrich Hölderlin. Immerhin hatte er hier Freunde und war in seiner Zeit in Frankfurt und Bad Homburg ab und zu in der Stadt zu Gast. Günter Minas hat sich eine dreiteilige Veranstaltungsreihe ausgedacht, gefördert von der Stadt Mainz und dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, die nun leider erst einmal flach fällt. Stattfinden wird jedoch die Marathon-Lesung „Hölderlin forever“ am Samstag, 28.11. ab 14 Uhr in der Galerie ZWEITSTELLE (Fuststraße 2) – Mindestens sechs Stunden lang – oder bis zur Erschöpfung – Hölderlin-Texte, eingeschlossen in ein leeres Ladenlokal, das für Zuschauer und Zuhörer nur durch die Schaufenster einsehbar ist. Der Ton wird nach außen auf die Straße übertragen. Man kann vorbeigehen, stehenbleiben, zuhören, wiederkommen. Mit einbrechender Dunkelheit werden auch die Texte zunehmend dunkler.

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So wohnt Mainz: Beste Aussichten in der Rheinallee

Geräumige Dachterrasse mit Blick auf die Christuskirche

Wer Oliver Valentin in der Neustadt besuchen will, braucht Ausdauer und gesunde Knie. Mit 110 Stufen über Normalnull dürfte er über eine der höchstgelegenen Altbauwohnungen von Mainz verfügen. Mit seiner Frau Steffi Zendel bewältigt er die Fitnessübung seit über 30 Jahren, und allmählich macht das Ehepaar sich auch Gedanken über Alternativen. Das „Gefühl von Freiheit“ über den Dächern der Stadt – auch wenn gegen Abend die Lichter angehen – möchte der 55-Jährige aber vorerst nicht missen. Und in der Tat kann man den Blick kaum abwenden – auf Augenhöhe mit den Kirchtürmen ringsum. Für die vierbeinigen Mitbewohner – den spanischen Migrantenkater Jack und die 17-jährige Katze Lotta – bedeutet das auch Freigang über deutsche Dachpanoramen.
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Geplante Umbenennung: Umstrittene Straßennamen in Mainz

“Ich bin umgezogen, wohne aber noch in derselben Wohnung.” So oder so ähnlich lauten “Umzugsmeldungen”, wenn Straßen umbenannt werden. Straßenschilder dienten immer schon als öffentlich sichtbare „Orden- und Ehrenzeichen“. Nachvollziehbar, dass mit wachsendem (und wechselndem) politischen Bewusstsein entsprechende Benennungen diskutiert werden. Seit etwa zehn Jahren haben Städte quer durch die Republik – und darüber hinaus – Kommissionen zur Überprüfung der Namen gebildet.
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Geschäftsvorstellung: HammerWein – Hochprozentig kreativ

König Hammer in seiner Schatzkammer.

Nein, nicht alles basiert auf Alkohol im pittoresken Angebot von Hammer-Wein in dem kleinen Laden in der Münsterstraße 29. Aber aus allem macht Matthias Hammer eine Idee, eine Spezialität, ein Geschenk, ein Unikum. Natürlich hat er winzerische Vorfahren, und seine Kenntnis – nicht nur der heimischen Gewächse – ist Teil seines Erfolgs. Angefangen mit seinen klassischen Angeboten: immerhin 150 Weine hat er im Angebot, so z. B. von Krollmann, Schnabel und Gröhl aus Gau-Bickelheim, Siefersheim und Weinolsheim in Rheinhessen – in allen Geschmacksrichtungen von knochentrocken bis edelsüß. Bei kleinen Mengen gibt es einen Preisaufschlag. Ab 12 Flaschen kostet alles genau so viel wie beim Winzer direkt. Der lokale Bezug ist spürbar und gewollt.

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So wohnt Mainz: Klare Strukturen bei Jana Schneiss

Jana liebt es ruhig und übersichtlich

„Draußen habe ich so viel Gewusel und bin so vielen Eindrücken ausgesetzt, da brauche ich klare Strukturen zuhause“ – und viel „Gruscht“ liegt wirklich nicht rum bei Stadträtin Jana Schneiß in der Boppstraße (Neustadt). Das Bücherregal ist noch der bunteste Farbfleck in ihren drei Zimmern im vierten Stock. Ansonsten Ruhe im Blickfeld, beobachtet von einigen Kuschelschafen auf dem Bett, und alles kühl in grau und weiß. (mehr …)

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So wohnt Mainz: Unterm Gitarrenhimmel

Akzent in zeitlos-schöner Wohnlandschaft: Tagebuchbild von Robert Abts

„Man müsste doch mal weg“, dachte Karen Ihm immer mal wieder. Aber die Diplom-Pädagogin blieb in Mainz, ist hier geboren, hat hier studiert und hier auch ihren ersten Job gefunden, den sie immer noch ausübt. Irgendwann vor 30 Jahren tauchte Volker Wirges auf, da war sie noch im Abi-Stress. In der WG im oberen Stockwerk war Party, er wollte eigentlich nur mal kurz telefonieren. Und von da an blieben sie der Stadt gemeinsam treu – und sich auch. Wie Karen hatte Volker gleich mit der ersten Bewerbung nach dem Studium Glück. Und wie sie blieb er dabei. Karen arbeitet seit 1991 bei der Stiftung Lesen und entwickelt Programme zur Förderung der Lesekompetenz – mit Druckwerken, Tagungen, Fortbildungsveranstaltungen für Lehrer und Erzieher und auch modernen Medien wie Lesen- Lernen-Apps. Eigentlich möchte sie ihre Arbeit überflüssig machen. Aber angesichts von 20 Prozent der 14-jährigen, denen es laut Pisa-Studie an ausreichender Lesefähigkeit mangelt, und ebenfalls 20 Prozent der Kita-Kinder mit Sprachproblemen ist das noch ein langer Weg. Auf dem helfen der Stiftung auch prominente „Lesebotschafter“ und Kampagnen mit Unternehmen. „Man muss die Kids halt dort abholen, wo man sie erreicht.“ Der jährliche bundesweite Vorlesetag im Herbst gehört auch dazu.
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